Philosophie Weingut Heinrich Schmidt

Burgunder-Spezialisten von der Nahe

Es ist meine Leidenschaft und Berufung, das volle Potenzial unserer Lagen im Glas zu entfesseln. Wir bewahren dafür im Keller, was die Natur uns in der Lage schenkt. Wir machen keinen Wein, wir begleiten ihn – mit Ruhe, Zeit und Handarbeit.

- Kellermeister Julien Chevalier vom Weingut Heinrich Schmidt -

Julien Chevalier Kellermeister

Handlese aus Überzeugung

Für uns ist die Ernte der heiligste Moment des Jahres. Deshalb akzeptieren wir Maschinenlese nur in allerhöchster Not. Wir lesen ausschließlich per Hand, um jede Traube einzeln zu prüfen. Diese schonende Verarbeitung schützt die feinen Aromen und ist das Fundament für die Langlebigkeit und Eleganz unserer Weine.

Die Kunst der Selektion

Qualität entsteht nicht im Keller, sondern durch konsequente Ertragsreduzierung am Stock. Durch unsere sorgfältige Rebpflege konzentrieren wir die Aromen direkt in der Traube. Nur das beste Lesegut schafft es in unsere Tanks, um dort die Typizität unserer Windesheimer Einzellagen perfekt widerzuspiegeln.

Terroir im Fokus

Unsere Lagen wie der Römerberg oder der Schlossgarten bieten uns eine wertvolle Ausgangsbasis. Unser Ziel ist es, diese Möglichkeiten bestens zu nutzen. Wir forcieren die Typizität der Sorte und des Bodens, indem wir so wenig wie möglich in die natürlichen Prozesse eingreifen. So bleibt die Herkunft schmeckbar.

Ausbau mit Anspruch

In unserem Keller trifft Edelstahl auf Eichenholz. Während der Ausbau im Edelstahltank die Frische und Primärfrucht bewahrt, verleiht das Barriquefass unseren Spitzenrotweinen Struktur und Tiefe. Wir verstehen uns als moderne Kellermeister, die Technik nutzen, um die wertvolle Basis aus dem Weinberg behutsam zu veredeln und zu erhalten.

Mehr über das Weingut Heinrich Schmidt

Wo roter Sandstein und Schiefer auf akribische Kellerkunst treffen. Von der Finesse des Chardonnays bis zur Kraft des Spätburgunders.

Fragen & Antworten vom Kellermeister Julien Chevalier zum Weingut Heinrich Schmidt

Warum bezeichnen wir uns als Burgunder-Spezialisten?

Mit einem Anteil von 85 % Burgunderrebsorten (Spät-, Weiß-, Grau-, Frühburgunder und Chardonnay) liegt unser Fokus deutlich über dem Durchschnitt der Region Nahe. Wir haben unsere gesamte Weinbau-Philosophie und Kellertechnik auf die spezifischen Ansprüche dieser edlen Rebsortenfamilie optimiert.

Gibt es im Weingut Heinrich Schmidt auch Weine abseits der Burgunderfamilie?

Natürlich. Auch wenn wir Spezialisten sind, pflegen wir mit ca. 12 % Anteil den Riesling, die „Königin der weißen Reben“, sowie die aromatische Scheurebe (ca. 3 %). Diese ergänzen unser Portfolio perfekt und zeigen die mineralische Vielfalt unserer Lagen an der Nahe.

Warum ist die Handlese so wichtig für die Qualität Ihrer Weine?

Die Handlese ermöglicht uns eine Selektion direkt am Stock. Wir können beschädigte oder unreife Beeren sofort aussortieren. Zudem schont es die Rebstöcke und stellt sicher, dass die Trauben unbeschädigt im Keller ankommen, was die Oxidation minimiert und die feine Fruchtaromatik erhält.

Wie unterscheidet sich der Ausbau im Edelstahltank vom Barrique?

Der Edelstahltank ist neutral und schließt den Wein luftdicht ab, was die Frische und Spritzigkeit (z. B. beim Riesling oder Weißburgunder) bewahrt. Barriquefässer hingegen lassen den Wein durch die Poren des Holzes „atmen“ und geben feine Röst- und Vanillearomen ab, was besonders Rotweinen mehr Komplexität verleiht.

Was bedeutet „Typizität der Lage“ in unserem Keller?

Jede unserer 6 Einzellagen hat einen anderen Boden – von Schiefer bis Rotliegendem. Unser Ziel als Kellermeister ist es, diesen „Fingerabdruck“ der Natur nicht durch zu viele Eingriffe zu überdecken. Wir wollen, dass Sie im Glas schmecken, ob der Wein auf sandigem Lehm oder steinigem Schiefer gewachsen ist.

Was ist das Guldenbachtal und wie beeinflusst es den Wein?

Windesheim liegt im Guldenbachtal, geschützt durch den Soonwald. Dieses Mikroklima ist besonders mild mit vielen Sonnenstunden und wenig Niederschlag. Diese Wärme ist ideal für unsere Burgunderreben, da sie eine gleichmäßige Ausreifung der Trauben bei gleichzeitigem Erhalt der Finesse ermöglicht.